Facebook Marketing How To

The Ultimate Guide: Wie du eine Fanbase aufbaust – Teil I

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Wer kennt dieses Gefühlt nicht:

Man blickt auf die Fanseite seiner Konkurrenten und denkt sich “Verdammt… hätte ich zumindest halb so viele Fans wie Unternehmen XY…”

Sofern auch du diesen Gedanken jemals hattest, bist du in aller bester Gesellschaft. Geschätzte 99% aller Fanseiten-Besitzer und Unternehmer kennen dieses Gefühl.

Oft ist dieses Gefühl nicht angenehmen, vor allem wenn man weiß, dass sein Unternehmen mehr Fans verdient hätte.

Die Frage lautet insofern: wie kann ich eine große und aktive Fanseite systematisch aufbauen?

Dem Mysterium Fan Community werden wir in dieser zweiteiligen Artikelserie nachgehen.

In Teil 1 werden wir uns mit der grundlegenden Frage beschäftigen, warum eine große Fan Community für Unternehmen unfassbar wertvoll sein kann. Ferner werden wir dir zeigen, welche drei Fehler es beim Aufbau einer Fanbase unbedingt zu vermeiden gilt.

In Teil 2 dieser Serie werden wir zusammen entdecken, wie man eine Fan Community aufbaut, ohne dafür für Facebook einen einzigen Cent für Werbung zu bezahlen (für diejenigen, die ein sehr eingeschränktes Werbebudget haben, ist das bestimmt eine gute Nachricht.)

Sofern du jedoch bereit bist dein Werbebudget einzusetzen um deine Fanbase kostengünstig aufzubauen, werden wir dir anschließend zeigen, wie man mithilfe von Facebook Ads eine Like Kampagne Schritt für Schritt aufbaut und so eine Fan Community schnell wachsen lässt.

Anhand einer Case Study werden wir dir zeigen, wie wir im US Markt Fans für durchschnittlich 2 Cent  pro Like generiert haben.

Facebook Fans – wozu überhaupt?

Fangen wir ganz vorne an. Wieso sollte sich nun ein Unternehmen aktiv darum bemühen, eine Fanbase aufzubauen?

Im Wesentlichen hat eine große Fanbase vier Vorteile:

#1 – More Fans, More Reach

Je größer deine Fanbase ist, desto größer ist die organische Reichweite deiner Fanseiten Postings. Im Ergebnis schlägt sich diese Korrelation in kostenlosen Webseitenbesuchern nieder.

Das Schöne ist: das Verhältnis von Webseitentraffic und Größe der Fangemeinde entwickelt sich nicht linear, sondern oft exponentiell.

#2 – Social Proof

Du hast eine große und aktive Fanbase? Dann wird es einfacher sein, deine Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen.

Fanseiten können den klassischen Herdentrieb simulieren. Wenn ein potentieller Kunde sieht, dass deine Facebook Community 10,000 Fans umfasst, diese Menschen deine Inhalte lesen, teilen und liken, dann wird dieser Aspekt die Kaufentscheidung erheblich beeinflussen – zu deinen Gunsten!

Hinweis: falls du dich für das Thema Social Proof interessierst und entdecken möchtest, wie du es in deinem Unternehmen gewinnbringend einsetzen kannst, empfehlen wir dir eines der bekanntesten Bücher zum Thema Marketingpsychologie: Die Psychologie des Überzeugens von Robert Cialdini


#3- Build Relationship

Halte einen Moment inne und überlege dir, warum Fanseiten für Unternehmen so unfassbar wertvoll sind.

Was Fanseiten so einzigartig macht ist die Fähigkeit, Kundenbeziehungen systematisch aufzubauen, zu pflegen und zu vertiefen. Fanseiten schaffen das, was über Email oder einen Blog nur eingeschränkt möglich ist. Du kannst dein Unternehmen “menschlich” darstellen und mit deinen Fans auf eine freundschaftliche Art und Weise interagieren. Als jemand, der seinen Fans hilft und ihr Leben bereichert, ohne dabei primär auf einen Verkauf abzuzielen.

Wenn dich deine Fans mögen und schätzen, werden sie von dir kaufen. Doch um eine Fanseiten als Tool zur Vertrauensbildung zu nutzen, musst du sie zunächst mit Fans füllen.

#4 – Geringere Werbekosten

Ferner hat Mark Zuckerberg himself noch ein kleines Geschenk für dich: sofern du Facebook Werbung schaltest, werden deine Werbekosten sinken. Die Bewerbung von Fans kann bis zu 50% günstiger sein als die Bewerbung von Facebook Usern, die noch nicht den “Gefällt-mir” Button gedrückt haben.

Fazit: Der Aufbau einer Fanbase lohnt sich immer. Im Ergebnis wird sich eine höhere Fandichte stets positiv auf dein Unternehmen auswirken. Je höher deine Fanbase, desto mehr Shares, Opt-ins und Verkäufe wird dein Unternehmen tätigen.

Diese drei Fehler solltest du vermeiden

Gehen wir einen Schritt weiter und werfen einen Blick darauf, was du beim Aufbau einer Fanbase auf keinen Fall machen solltest.

#1 Fans Kaufen

Ein beliebter Fehler ist Fans zu kaufen. Im Internet gibt es eine Vielzahl verlockender Angebote und Webseiten, auf denen man Facebook Fans günstig erwerben kann. Sehr oft kann man 10,000 Fans für nicht mehr als $5 kaufen.

Solltest du das tun? Die Antwort lautet: auf gar keinen Fall.

Diese Fans werden deinem Unternehmen nicht nützen.

Ganz im Gegenteil: sie werden ihm schaden.

Auf den ersten Blick scheint das Kaufen von “Fans” verständlich, ja sogar sinnvoll.

Folgendes Szenario: du hast eine neue Fanpage erstellt oder nur sehr wenige Fans, willst aber deine Fanbase aktiv aufbauen (z.B. mithilfe von Facebook Ads). Du gehst davon aus, dass niemand deine Fanseite liken wird, sofern sie nicht eine gewisse Größe erreicht hat. Um den Wachstumseffekt zu beschleunigen, kaufst du 1000 Fans und schaltest danach deine erste Facebook Werbeanzeige.

Dieser Ansatz ist aus drei Gründen falsch:

Erstens: mit Fans verhält es sich wie mit Freunden. Gekaufte Freunde sind keine wahren Freunde. Ebenso sind gekaufte Fans keine wahren Fans. Sie werden deinem Unternehmen nicht nützen, da diese “Fans” nicht einmal real-existierende Menschen sind. Meist handelt es sich dabei um automatisch generierte Fakeprofile. Da zudem das Kaufen von Fans gegen Facebook’s Richtlinien verstößt, kann es auch passieren, dass Facebook deine Fanseite schlicht und ergreifend sperrt, sofern eindeutige Hinweise vorliegen, dass deine Fanbase käuflich erworben wurde.

Zweitens: Fans zu kaufen ist der sicherste Weg um die Reichweite einer Fanseite gegen die Wand zu fahren. Sobald du einen Beitrag auf deiner Fanseite veröffentlichst, werden deine gekauften Fans damit nicht interagieren. Folglich erscheint dein Beitrag für Facebook als “nicht relevant”, sodass deine Reichweite (je nach Anzahl der gekaufen Fans) auf Null sinken kann.  

Drittens: gekaufte Fans können dem Ruf deines Unternehmens langfristig schaden. Jeder Besucher deiner Fanpage kann unter dem Registerreiter “Info” sehen, aus welchem Land die meisten deiner Fans stammen. Findet man hier Länder wie Ägypten, Indien oder Mosambik vor, ist dies ein gewichtiges Indiz dafür, dass deine Fans gekauft wurden. Am eigenen Leibe durfte dies die CDU erfahren

#2 Qualität statt Quantität

Eine große Fanbase ist langfristig wünschenswert, jedoch solltest du beim Aufbau primär auf die Qualität deiner Fans achten. Sofern du ein kommerzielles Unternehmen betreibst und deinen Umsatz über den Verkauf von Produkten generierst, solltest du den Fokus darauf legen, dass es sich bei deinen Fans um potentielle Käufer handelt.

Siehst du z.B. bei der Auswertung einer Like Kampagne, dass die günstigsten Likes im Falle der Bewerbung der Zielgruppe 18-20 Jahre generiert werden, deine Käufergruppe jedoch die Altersgruppe 40-50 einnimmt, solltest du nicht die günstigere Zielgruppe bewerben.  

Lasse dich von der Relevanz deiner Zielgruppe leiten und nicht von den Kosten deiner Werbeanzeigen.

#3 Fans sind nicht alles

Betrachte deine Fans als wesentlichen Teil deiner Unternehmensstrategie, aber lasse den Aufbau deiner Fanbase nie zum Selbstzweck ausarten. Es macht einen großen Unterschied Fans zu sammeln oder mit ihnen sinnvoll zu arbeiten, um sie am Ende in Superfans und Kunden umzuwandeln.

Deshalb solltest du beim Aufbau einer Fanseite nicht zu schnell vorgehen. Baue deine Fanbase langsam auf und interagiere mit deinen Fans. Lerne von ihnen. Stelle ihnen Fragen, löse ihre Probleme und experimentiere, welche Form von Content die besten Ergebnisse erzielt. Erst, wenn du anhand einer statistisch relevanten Fananzahl eine Content Strategie erarbeitet hast, solltest du den Fan-Turbo einlegen und den Aufbau deiner Fan Community skalieren.

Take Action

Facebook Fans sind ein unentbehrlicher Bestandteil vieler Unternehmen. Wegen der Vielzahl an Vorteilen, die eine große und aktive Fanbase mit sich bringt, empfehlen wir den Aufbau einer Fabase aktiv zu betreiben und nicht dem Zufall zu überlassen.

Nachdem wir in diesem Beitrag grundlegende Fragen geklärt haben, geht es nächste Woche in die zweite Runde. Wir werden dir zeigen, wie du eine Fanbase schnell aufbauen kannst und dir anhand einer Kampange vom Januar 2015 zeigen, wie du auch mit einem kleinen Budget eine große Fanbase kostengünstig aufbauen kannst.

Welche Erfahrungen hast du mit dem Aufbau einer Fanbase gemacht? Teile uns deine Meinung in der Kommentarbox mit!

Über den Autor

Patrick

Patrick ist Performance Marketer und Co-Founder von Madfox Media. Er betreut Start-ups und internationale Konzerne im Bereich Facebook Marketing und Mobile Advertising.

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